Projekttage vom 18.03.2026 – 20.03.2026
Was bedeutet eigentlich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE)? Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein pädagogisches Konzept, das Menschen dazu befähigen soll, verantwortungsvoll mit ihrer Umwelt umzugehen und zukunftsfähige Entscheidungen zu treffen. Dabei geht es nicht nur um Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch um soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge. Das übergeordnete Ziel soll dabei sein, die Welt für kommende Generationen lebenswert zu erhalten.
Wie sich dieses wichtige Thema ganz praktisch umsetzen lässt, zeigten die jüngsten Projekttage der Grundschule in Wendeburg. An drei Tagen beschäftigten sich alle Klassen intensiv und auf vielfältige Weise mit nachhaltiger Entwicklung. Dabei wurde geforscht, entdeckt, gestaltet und vor allem eines: selbst erlebt. Vorweggeschaltet wurde meist die Auseinandersetzung mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen. Dazu gehören zum Beispiel:
Maßnahmen zum Klimaschutz, Leben unter Wasser, Leben an Land, nachhaltige/r Konsum und Produktion, Frieden und Gerechtigkeit.
Ein besonderes Highlight war der Ausflug des gesamten 2. Jahrgangs der Wendeburger Klassen in den Tier- und Ökogarten in Vöhrum. Dort setzten sich die Schülerinnen und Schüler anschaulich mit den Themen Haustiere sowie Teich- und Bodentiere auseinander. Mit großer Neugier erkundeten sie Lebensräume, beobachteten Tiere und lernten, welche Verantwortung der Mensch für Natur und Tierwelt trägt. Ermöglicht wurde dieser Ausflug durch die Unterstützung der Bingo- und Umweltstiftung, die die Busfahrt finanzierte.
Die Meerdorfer Klassen haben sich dafür entschieden, einen Tag im Wald zu verbringen. Hier wurden Pflanzen und Bäume genauer betrachtet, Tiere erforscht. Der Wald wurde außerdem als Rückzugs- und Erholungsort genutzt.
Die SchülerInnen einer 2. Klasse haben sich mit Achtsamkeit auseinandergesetzt und geschaut, wie kann ich mich und wie können sich andere mit mir wohlfühlen. Eine weitere Klasse beschäftigte sich außerdem mit dem Thema gesunde Ernährung und stellte Smoothies her.
Eine andere 2. Klasse hat zum Ende der Projektwoche die „AG nachhaltiges Wendeburg, blühendes Wendeburg“ unterstützt und mit Teilnehmern der AG am grünen Klassenzimmer gearbeitet. Die AG möchte allen Wendeburgern, vor allem aber den Kindern in Wendeburg, einen Raum zum Tiere beobachten, gärtnern, spielen und fühlen schenken. So soll in dem naturnahen Erlebnisgarten am Bürgerhaus in der Schulstraße unter anderem ein Barfußpfad entstehen und viel Raum zum Verweilen.
Auch die höheren Jahrgänge sammelten eindrucksvolle Erfahrungen: Eine 3. und eine 4. Klasse besuchten die Alba-Anlage in Watenbüttel. Dort konnten die Kinder hautnah erleben, wie aus organischen Abfällen durch Gärprozesse Wärme entsteht. Besonders beeindruckt und teilweise auch schockiert, waren die Schülerinnen und Schüler von der großen Menge an Müll. Schnell entstand der Wunsch, selbst aktiv zu werden und Müll zu reduzieren. Daraus entwickelten sich kreative Ideen wie Upcycling-Projekte, bei denen beispielsweise Taschen aus alten T-Shirts hergestellt wurden. Auch die Planung eines Schulflohmarktes wurde angestoßen, um gebrauchten Gegenständen ein zweites Leben zu gebe und den Erlös zu spenden.
Einige SchülerInnen haben sich auch eigene Projekte gesucht und sich einem selbstgewählten Thema gewidmet. In einer 4. Klasse haben sich unterschiedliche Gruppen gebildet. So hat sich eine Gruppe die Frage gestellt: Wie gestalte ich Gärten so, dass sie keine Gefahr für Insekten herstellen? Die Gruppe hat aus Modelliermasse kleine Kelche hergestellt, sodass die Tiere darin nicht ertrinken, sondern daraus trinken können. Außerdem bastelten die Kinder aus recyceltem Material Armbänder, um sie im Anschluss weiter zu verkaufen, um sie einer Organisation zu spenden.
Eine andere 4. Klasse setzte sich mit dem großen Thema „Wasserverschmutzung/Verschmutzung der Meere“ auseinander. Zum Abschluss besuchte diese die Kläranlage in Steinhof und sammelte viele Eindrücke.
Weitere Klassen verbrachten Zeit im Wendeburger Schulwald und setzten sich dort intensiv mit heimischen Pflanzen und Tieren auseinander. Neben dem Erkunden und Bestimmen verschiedener Arten entstanden auch nachhaltige Projekte: So bauten die Kinder mit viel Engagement Vogelhäuschen und Insektenhotels, die künftig einen wichtigen Beitrag zum Schutz der heimischen Tierwelt leisten sollen.
Ein besonderer Dank gilt allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die diese Projektwoche möglich gemacht haben. Dazu zählen insbesondere die Eltern, die Fahrten begleitet und durch ihr Vertrauen die Durchführung solcher außerschulischen Lernorte ermöglicht haben. Ebenso danken wir der Bingo- und Umweltstiftung für die finanzielle Unterstützung sowie allen weiteren Beteiligten, die mit ihrem Engagement zum Gelingen dieser besonderen Tage beigetragen haben. Die Projektwoche hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und greifbar Bildung für nachhaltige Entwicklung sein kann. Durch eigenes Erleben, Ausprobieren und Mitgestalten wurde bei den Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit geschaffen.
